Deutschland » Dortmund-Ems-Kanal | Deutschland

Die Grossschifffahrts-Verbindung vom Ruhrpot an die Nordsee, eine etwas ungemütliche Angelegenheit.


Dortmund-Ems-Kanal | Deutschland: Steckbrief & Übersicht

Gewässer-Bewertung

Länge des Wasserwegs: 233 km
Anzahl Schleusen: 17
Schleusendimensionen: 85.00 x 9.50
Max. Tiefgang: 2.50
Max. Durchfahrtshöhe: 4.25
Schwierigkeitsgrad: Anspruchsvoll
Voraussetzungen: Boots-Führerschein vorgeschrieben
Gewässercharakter: keine Bewertung
Gewässerprofil: Grossschifffahrts-Wasserstrasse
Landseitige Infrastruktur: Genügend

Weitere Informationen

Gewässer hat Anschluss an:

Ems und Ems-Vechte-Kanal | Deutschland
Flüsse Deutschland | Rhein
Mittellandkanal
Ruhrgebiet - Wasserstrassen
Nordsee

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Immer die Kleinen müssen arbeiten. Auf der Ems zwischen der Werft in papenburg und dem Dollard. Foto: mh tempel
Der Dortmund-Ems-Kanal
Beginnt, wie es schon sein Name sagt, in Dortmund. Die ersten 15 km führen ihn nach Nordwesten bis Datteln,  wo er sich zuerst mit dem Rhein-Herne-Kanal und gleich darauf noch mit dem Datteln-Hamm und dem Wesel-Datteln-Kanal trifft. Ab seinem Zusammentreffen mit dem Rhein-Herne führt er parallel zur Ems, in welche er auch nach 200 km bei Papenburg übergeht.


Schleuse Hebrum, Foto: stefan 1910
Von sehr grosser Wichtigkeit
ist auch seine Rolle als Mittelstück zwischen Rhein und Mittellandkanal, der wichtigsten Ost-West-Verbindung überhaupt.
Der Bau des ganzen Kanalsystems um das Ruhrgebiet erfolgte um 1900 und stand unter völlig anderen Voraussetzungen als das restliche Kanalnetz Europas. Während vor allem die Kanäle in Frankreich, England, Belgien und Italien zunehmend die Konkurrenz der Eisenbahn zu spüren bekamen, wurden die Kanäle hier im Ruhrgebiet gebaut, weil die Bahn nicht genügend Transportkapazität hatte.
Das heutige Transportaufkommen zeigt, wie richtig dieser Entscheid damals war!


Altes Schiffshebewerk Hernichenburg. Foto: Dieter Müller
Beim Zusammenfluss mit dem Rhein-Herne-Kanal befindet sich das sicher interessanteste Bauwerk, bei km 10 in Waltrop, das alte Schiffshebewerk Henrichenburg, im so genannten "Schleusenpark" Waltrop.
Die Hebewerkvorrichtung funktionierte nach dem Prinzip des Auftriebs:
Die Schiffe fuhren in den Hebewerktrog ein, der mit einer Länge von 68m, einer Breite von 8,6m und einer Tiefe von 2,5m den Massen eines Dortmund-Ems-"Normalkahns" entsprach. Der Trog war auf fünf mit Luft gefüllten Schwimmern gelagert, die ihrerseits wiederum in mit Wasser gefüllten Brunnen standen und in diese eintauchten. Das Schiff verdrängte im Trog die Menge an Wasser, die seinem Gewicht entsprach; so war es also irrelevant, ob sich ein Schiff im Trog befand oder nicht, der Trog hatte beständig dasselbe Gewicht. Der eigentliche Hebe- oder Senkvorgang wurde dann durch Änderung der Wasserspiegel in den Brunnen vorgenommen und dauerte inklusive Ein- und Ausfahrt des Schiffes 2 x 12,5 min. Das reichlich verzierte Stahlfachwerkgerüst mit seinen vier imposanten Türmen diente dabei als Führungsgerüst. 


Quai am Datteler Meer. Foto: Rolf Blanc

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