Deutschland » Obere Havel-Wasserstrasse

Das beliebte Hausboot-Revier zwichen Neustrelitz und der Havel, vor den Toren Berlins.


Obere Havel-Wasserstrasse: Steckbrief & Übersicht

Gewässer-Bewertung

Länge des Wasserwegs: 97 km
Anzahl Schleusen: 11
Schleusendimensionen: 38.00 x 5.00
Max. Tiefgang: 1.40
Max. Durchfahrtshöhe: 3.20
Schwierigkeitsgrad: Für Anfänger (wenig Schleusen)
Voraussetzungen: Für Mietboote führerscheinfrei
Gewässercharakter: zurück zur Natur, mit urbanem Umfeld
Gewässerprofil: Nur noch touristisch genutzt
Landseitige Infrastruktur: Gut

Weitere Informationen


Gewässer hat Anschluss an:

Havel-Oder-Wasserstrasse
Müritz-Havel-Wasserstrasse


Die Hausbrücke bei Ahrensberg | Foto: Beat Baumgartner
Die schiffbare Havel
Es ist nicht ganz einfach, die wirklich und wahrhaftige Quelle der Havel in diesem Gebiet der tausend kleinen Seen klar zu benennen. Heute gilt jedoch der Bornsee in der Nähe von Ankershagen als Quellgebiet.
Ab dort fliesst der Bach durch viele kleine Seen und Weiher etwa 10 km Richtung Süden bis zum Käbelicksee und danach in den Granziner See.
Ab hier wird er schon von vielen Kanuten benutzt. Nach dem Useriner See trifft man am Ende auf die Schleuse zum Labussee. Ab hier ist die Fahrt auch für motorisierte Boote gestattet, hier beginnt damit auch die Obere Havel-Wasserstrasse (OHW).
Die OHW führt nun auf der Havel durch verschiedene Seen über Priepert und Fürstenberg bis Zehdenick. Hier verabschiedet sie sich ein erstes Mal von der OHW (diese führt nun über den Vosskanal, Mälzer Kanal und die Havel-Oder-Wasserstrasse nach Potsdam).
Beim Schlosshafen von Potsdam wird sie wieder schiffbar, durchläuft die Stadt und wird danach zum Bestandteil des OHW.
Nach Henningsdorf bildet sie den Nieder Neudorfer See, ab der Spreemündung in Spandau erhält sie einen neuen Namen: UHW, Untere Havel-Wasserstrasse.  und erhält einen neuen Namen: Untere Havel-Wasserstrasse (UHW). Ab hier bildet die Havel einen eigentlichen See, welcher beim Jungfernsee endet. Hier trennt sich die Havel wieder von der UHW, welche sich über den Sacrow-Paretzter-Kanal gegen Westen verabschiedet, und wird zur Potsdamer Havel.
Auch diese besteht grossenteils aus Seen, durchquert man doch u.a. den Templiner See, den Schwielow-See und den Grossen und Kleinen Zernsee.
Zwischen Werder und Ketzin treffen dann der Havel-kanal, der Sacrow-Paretzer und die Potsdamer Havel wieder aufeinander und werden endgültig zur Havel, welche dann über Brandenburg nach Havelberg an die Weser gelangt.

Tourismus:
Die Obere Havel-Wasserstrasse durchquert zusammen mit Müritz, Müritz-Havel-Wasserstrasse und Müritz-Elde-Wasserstrasse die Mecklenburgische Seenplatte, das Paradies für alle Wassersportler im Nord-Osten Deutschlands, zwischen Berlin und Schwerin. Das Revier mit den unzähligen Möglichkeiten für kleine Abstecher zu den idyllischen Seen links und rechts, begeistert jeden Naturfreund.

Die Obere Havel-Wasserstrasse / Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg
Die Obere Havel-Wasserstrasse zweigt bei km 40.6 vom Oder-Havel-Kanal ab und endet nach 94,4 km in Neustreliz. Sie setzt sich zusammen aus: Malzer-Kanal, Vosskanal, Havel und Kammerkanal. Zudem hat sie Anschluss zu folgenden Gewässern: Wentow-Gewässer; Templiner Gewässer; Lychener Gewässer. (mehr dazu weiter unten).
Grössere Ortschaften mit guten Infrastrukturen:
Neustrelitz / Wesenberg / Priepert / Fürstenberg / Lychen / Bredereiche / Templin / Zehdenick / Liebewalde

Die Einmündung der Oberen Havel-Wasserstrasse in die Havel-Oder-Wasserstrasse südlich von Liebenwalde.

Templiner Gewässer
Bei km 32 findet sich die Abzweigung zu den Templiner Gewässern. Nach dem Grossen Kuhwallsee passiert man die Schleuse Kannenburg, dann folgen Lankensee, Röddelinsee und Templin. Duch die Templiner Schleuse gelangt man in den Templiner Stadtsee und danach in den Gleuensee und Fährsee. Leider ist der Labüske-Kanal nicht mehr befahrbar, weshalb wir am Ende des Fährsees, bei Engelsburg, wieder umkehren müssen. 

Die Wentow-Gewässer
Nach Burgwall gelangt man durch die Schleuse Mariental in das Wentow-Gewässer. Dieses besteht aus dem Grossen und Kleinen Wentowsee. Hier findet man auf 11 km ein stilles, naturnahes Revier. Anlegeplätze am Campingplatz Tornow in Seilerhof, beim Hotel am Wentowsee.

Lychener Gewässer
Durch die Schleuse Himmelpfort am Stolpsee gelangt man durch die Woblitz in den Grossen Lychensee und danach in den Lychener Stadtsee und zur hübschen Kleinstadt Lychen.

Die Bahnfähre zwischen Fürstenwald und Himmelpfort. Mehr dazu im ausführlichen Artikel der Zeitschrift wasserwege.eu, Ausgabe 5|2013.