Deutschland » Stör-Wasserstrasse, Störkanal & Schweriner See

Gehört zu den Wasserwegen in Mecklenburg-Vorpommern.


Stör-Wasserstrasse, Störkanal & Schweriner See: Steckbrief & Übersicht

Gewässer-Bewertung

Länge des Wasserwegs: 51 km
Anzahl Schleusen: 1
Schleusendimensionen: 38.50 x 5.08
Max. Tiefgang: 1.20
Max. Durchfahrtshöhe: 4.10
Schwierigkeitsgrad: Etwas Erfahrung von Vorteil
Voraussetzungen: Für Mietboote führerscheinfrei
Gewässercharakter: zurück zur Natur, alter Wasserweg zum wieder entdecken
Gewässerprofil: Nur noch touristisch genutzt
Landseitige Infrastruktur: Genügend

Weitere Informationen

Gewässer hat Anschluss an:

Müritz-Elde-Wasserstrasse und Müritz

Boots-Tourismus & Hausboot-Urlaub in Deutschland, Stör-Wasserstrasse
Die Stör-Wasserstrasse wurde mit dem Aufkommen des Hausboot-Tourismus im Mecklenburgischen neu entdeckt, auch laden die Gestade des See's zum Bade und die "Hafenstadt" Schwerin zu einem Besuch.

Die Stör-Wasserstrasse
Der Störkanal zweigt bei km 56 vom Müritz-Elde-Wasserweg ab, geht dann nach 22 km in den Schweriner See über und endet an dessen Nordspitze in Hohen Viecheln. Von hier ginge es im Wallensteingraben weiter bis Wismar und damit an die Ostsee, doch ist dies
Geschichte.
Womit wir wieder beim guten alten, 1398 in Betrieb genommenen Stecknitz-Delvenau-Kanal gelandet wären. Dieser wurde bekanntlich gebaut, um den Transport des "Weissen Goldes", (dem Salz) von Lüneburg nach Lübeck auf Binnengewässern zu ermöglichen. Damit hatte Lübeck das Salzmonopol in der Ostsee an sich "abgezweigt", eine Tatsache, welche nicht eitel Freude auslöste.

Wismarer Kaufleute erstellten mit Unterstützung der Mecklenburger Kaufleute danach den Wasserweg von der Elbe bei Dönitz über Elde, Stör und Schweriner See bis Viecheln, "Viechelner Fahrt" genannt.
Nur war man damit noch immer nicht in Wismar.

Doch schon 1547 durchbrach man die Hügelkette am Schweriner See und legte einen Kanal zum Lostener See an. Von  hier aus benutzte man bis Wismar den Bach Steffine. Da diese Lösung  nicht befriedigen konnte, liess Herzog Hannes Albrecht einen "richtigen Kanal" mit 12 Schleusen zwischen dem Schweriner See und Wismar planen. 1577 wurde mit dem Bau begonnen, 1594 soll der erste Lastkahn den Kanal mit Lüneburger Salz befahren haben.  Doch auch dieses grosse Projekt scheiterte an Geldmangel, nachdem 3 Tonnen Gold verbaut (nicht vergraben) waren, waren keine Mittel zur kompletten Fertigstellung mehr vorhanden und so zerfiel der Wasserweg allmählich. Ab 1628 war er nicht mehr nutzbar. Seither geistert dieses Projekt beinahe ununterbrochen in irgendwelchen Köpfen herum. Als erster bemühte sich Wallenstein um die Wiederherstellung, 1892 wurde dann in Wismar ein Kanalbauverein gegründet, auch die DDR-Oberen spielten mit dem Gedanken zum Neubau dieser Ostseeanbindung, doch scheiterten alle an den nicht vorhandenen Mitteln.
(Es soll auch heute in Schwerin wieder Leute geben, welche sich mit dieser Sache beschäftigen).