Estland » Peipsi järv, Emajõgi, Vörtsjärv

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Peipsi järv, Emajõgi, Vörtsjärv: Steckbrief & Übersicht

Gewässer-Bewertung

Länge des Wasserwegs: 98 km
Schwierigkeitsgrad: Sehr abspruchsvoll
Voraussetzungen: Boots-Führerschein vorgeschrieben
Gewässercharakter: Wasserweg in der Einsamkeit
Gewässerprofil: Wird wenig befahren
Landseitige Infrastruktur: Kaum vorhanden

Weitere Informationen

Gewässer hat Anschluss an:

Ostsee

Von der Mündung des Narva in den Peipsi järv (Peipussee) und den Fluss Emajogi bis zum Vörtsjärv (Wirzsee)

Man ist geneigt zu sagen, der Osten Estlands sei eine von Gott und den Menschen verlassene Gegend. Vor allem vom Wasser aus gesehen. Die Tatsache, dass der Fluss Narva die Grenze zu Russland bildet und diese Grenze auch mitten durch den Peipsi Järv (Peipussee) verläuft, macht diese Gewässer für den Tourismus nur bedingt schiffbar. Auf dem Emajögi. welcher den Vörtjärv mit dem Peipsi järv verbindet, findet man etwas Schifffahrt, dies vor allem in der Gegend der Universitätsstadt Tartu. Bedingt durch die Geschichte der letzten 300 Jahre ist der Anteil der russischen Bevölkerung im Osten des Landes sehr hoch, auch hat hier eine Kolonie der Altgläubigen aus Russland überlebt. Deren Kirchen befinden sich hauptsächlich in den Orten am Peipsi järv.

Der Fluss Narva
wird nur von den lokalen Fischern benutzt, da er keinen Zugang zur Ostsee hat. Dies weil der Fluss die letzten paar Kilometer vollständig auf russischem Gebiet verläuft und sich auf diesem kurzen Stück gleich noch ein russisches Wasserkraftwerk ohne Schleuse befindet.

Der Wirzsee
ist Estlands grösster nur auf eigenem Territorium gelegener See. Die Ufer des Flachwassersees sind im Süden sumpfig und im Norden sandig. Der See wird vom Emajogi gespiesen. Dieser Fluss stellt  zu Wasser auch die Verbindung zur Stadt Tartu und dem Peipsi järv dar. In der Sommersaison verkehren ab Tartu Fahrgastschiffe bis zum See.

Der Emajogi
Der Fluss hat seine Quelle im Süden, an der Grenze zu Letland, zuerst fliesst er in Richtung Norden zum Vöõrtsjärv, nach dem Verlassen dieses Sees, fliesst er gegen Osten, vorbei an der Universitätsstadt Tartu und mündet bei Praaga in den Peipsi järv. Praaga ist zugleich estnisch-russische Zollstation.

Der Peipsi järv (Peipusee)
Der See erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung und ist 140 km lang und maximal 50 km breit.  Es ist Europas fünftgrösster See, nicht ganz die Hälfte befindet sich auf estnischem Territorium. Seine geringe Tiefe von durchschnittlich knapp 8 Metern bewirkt, dass die Wassertemperaturen im Sommer bis auf 22 Grad steigen. Touristisch wird er nur am Nordufer zwischen Kauksi und Vasknarva mit seinen Sanddünen und Wäldern genutzt. Dies vor allem auf einfachen Campingplätzen und von Einheimischen.
Einzele grössere Ortschaften werden von Transportschiffen und Luftkissenbooten der Tartu Sadam AS  angefahren.