Frankreich » Canal de la Marne au Rhin | Kanäle in Frankreich

Der lange Kanal von der Champagne über die Mosel zum Rhein im Elsass.


Canal de la Marne au Rhin | Kanäle in Frankreich: Steckbrief & Übersicht

Gewässer-Bewertung

Länge des Wasserwegs: 289 km
Anzahl Schleusen: 127
Schleusendimensionen: 38.50 x 5.08
Max. Tiefgang: 1.80
Max. Durchfahrtshöhe: 3.50
Schwierigkeitsgrad: Etwas Erfahrung von Vorteil
Voraussetzungen: Für Mietboote führerscheinfrei
Gewässercharakter: alter Wasserweg zum wieder entdecken
Gewässerprofil: Berufsschifffahrt und Tourismus
Landseitige Infrastruktur: Genügend

Weitere Informationen

Gewässer hat Anschluss an:

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Der Marne - Rhein - Kanal

von der Champagne über Lothringen ins Elsass.
Ab Paris führt die schiffbare Marne bis Epernay, ab dort gelangt man auf dem Marne - Seitenkanal bis Vitry le François. Nun folgt das westliche Teilstück des Marne - Rhein bis nach Toul an der Mosel.
Der östliche Abschnitt führt von Toul nach Strasbourg. Dieser Abschnitt eignet sich besonders gut für ihren Hausbooturlaub.
Vermeiden Sie wenn möglich die Passage des Schiffshebewerks Arzviller am Sonntag, es müssen bis 3 Std. Wartezeit in Kauf genommen werden.

Ab Toul hat man zwei Möglichkeiten, auf den östlichen Abschnitt des Kanals zu gelangen:
a) Man fährt nach Süden auf der Mosel zu Berg bis Richardmenil und von dort über das Embranchement de Nancy , wo man östlich von Nancy bei km 169 wieder auf den Marne - Rhin stösst, oder
b) man wählt die nördliche Route auf der Mosel zu Tal, wo man bei Pompey wieder Anschluss an den Marne -Rhin hat.
Der Abschnitt Vitry le François bis Toul wird eher wenig touristisch genutzt, obschon er einiges zu bieten hätte. Kaum hat man Vitry verlassen, überquert man die Grenze zu Lothringen und kommt wieder in die berühmte Schützengraben-Region. Mit seinen netten Anlegestellen bei Pargny, Sermaize les Bains, Revigny sur Ornain, Bar le Duc und Ligny en Barrois. Danach verliert sich der Kanal in  bewaldeter Gegend und durchquert bald den 4.7 km langen Souterrain de Mauvages. Danach kreuzt man kurz das Tal der Maas und befindet sich bald darauf in Toul an der Mosel.

Der östliche Abschnitt beginnt eigentlich bei beiden zur Wahl stehenden Varianten mit der Stadt Nancy, einer Stadt, welche dem Besucher eigentlich alles bietet. Es lohnt sich, vom Angebot zu profitieren, ist dieses doch danach bis Saverne nicht eben üppig. Bald hat man die Industrievororte hinter sich gelassen und befindet sich in einer angenehm hügeligen, vor allem landwirtschaftlich genutzten Gegend mit netten Ortschaften wie Crévic, Maixe und Einville. Letzteres verfügt über einen sehr schönen Hafen, nur sollten sie sich von den grossen Werbetafeln, welche das "Kongresshotel" vor Ort über alle Massen rühmen, nicht irreführen lassen. Zurzeit wird dort eigentlich nur Pastis ausgeschenkt....
Beim Etang de Parroy befindet sich eine idyllische Anlegestelle. Dann kommt Lagarde. Dieses Dorf besteht in erster Linie aus einer schönen, grossen Kirche. Gleich daneben finden Sie allerdings das gemütliche Restaurant de la Garde und noch etwas weiter unten den Hafen mit allen Annehmlichkeiten. Bald darauf kommt der Wald von Rechicourt und danach der Etang von Gondrexange und damit die Abzweigung zum Saar - Kohlekanal.

In der Auberge in Henning haben sie Gelegenheit, das erste Elsässer Sauerkraut Royal zu essen, danach folgt der Hafen von Hesse. Letzte Station vor den Tunneln und dem Schiffsaufzug ist der Hafen Altmühle.  Nachdem man, zusammen mit der Bahn, die beiden Tunnels hinter sich gebracht hat steht man bald vor dem berühmten Schiffsaufzug von Arzviller und erlebt damit eine einmalige Talfahrt! Glücklich unten angekommen befindet man sich im wilden Tal der Zorn, welche einem nun über Lutzelbourg hinunter nach Saverne begleitet. Der Hafen dort ist zwar wirklich schön, doch eigentlich auch eine  Frechheit, befindet er sich doch mitten im Park des Château des Duc de Rohan, welches gleich gegenüber liegt. Die verbleibenden knapp 50 km bis Strasbourg bieten noch Anlegestellen in Waltenheim, Vendenheim  und Souffelweyersheim. Letzteres ist der ideale Standort für einen Besuch von Strassbourg, die Anlegestellen in der Stadt selbst sind äusserst dünn gesät und nicht eben leicht zu finden.