Frankreich » Canal de la Sarre (Houilleres de la Sarre) | Kanäle in Frankreich

Die Verbindung vom Marne-Rhein-Kanal zur Saar hiess bis vor kurzem Houillères de la Sarre (Saar-Kohlekanal) und nennt sich nun Canal de la Sarre oder Saar-Kanal.


Canal de la Sarre (Houilleres de la Sarre) | Kanäle in Frankreich: Steckbrief & Übersicht

Gewässer-Bewertung

Länge des Wasserwegs: 64 km
Anzahl Schleusen: 27
Schleusendimensionen: 38.50 x 5.08
Max. Tiefgang: 1.80
Max. Durchfahrtshöhe: 3.50
Schwierigkeitsgrad: Etwas Erfahrung von Vorteil
Voraussetzungen: Für Mietboote führerscheinfrei
Gewässercharakter: alter Wasserweg zum wieder entdecken
Gewässerprofil: Berufsschifffahrt und Tourismus
Landseitige Infrastruktur: Genügend

Weitere Informationen

Gewässer hat Anschluss an:

Canal de la Marne au Rhin | Kanäle in Frankreich
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Houilleres de la Sarre, Elsass- Lothringen | Saar-Kohle-Kanal in Lothringen
Der einstige Kohlekanal führt vom Canal de la Marne au Rhin bei Condrexange nach Norden und mündet bei Sarreguemines (Saargmünd) in die Saar.  Diese bildet dann noch einige Kilometer die Grenze zu Frankreich um sich dann gegen Nordwesten, der Mosel zuzuwenden. Mit dieser Verbindung, welche seit kurzem wieder durchgehend befahrbar ist, bietet sich eine vergnügliche Rundreise an, die so genannte "Sauerkrauttour".
Diese führt durch Elsass und Lothringen, Regionen also, welche in ihrer wechselvollen Vergangenheit mehrmals entweder von Frankreich oder von Deutschland "zurückerobert" wurden.

Tourismus
Der Kanal als solches hat heute allerdings nichts mehr mit seinem Namen gemeinsam, von Kohle keine Spur! Vom Canal de la Marne au Rhin kommend, durchquert man zuerst die wunderschöne Gegend der Flachwasserseen Etang de Gondrexange und Etang du Stock. Danach folgt die Schleusentreppe hinunter nach Mittersheim, auch auf dieser Strecke findet sich wieder einer dieser Seen, der Etang de Mittersheim, die Ortschaft Mittersheim bietet einen Hafen mit allen Einrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten im Dorfzentrum. An der Schleuse Nr. 13 befindet sich ein gutes, jedoch nicht eben billiges Restaurant.
Auf den folgenden ersten Kilometern befindet man sich mehrheitlich im Wald von Fénétrange, begleitet vom Naubach. Kurz vor dem Hafen von Bissert bei Harskirchen, (der wohl schönsten Anlegestelle des Kanals), gelangt man ins Saartal und damit ins offene Gelände. Das einzige Restaurant in dieser Gegend befindet sich am Dorfende von Harskirchen.
Als nächste Ortschaft folgt das schmucke Städtchen Sarralbe, dessen grosser Supermarché leider weit ausserhalb an der N 61 liegt. Ausserdem sind die Anlegestellen sehr beschränkt. Das nächste Stück bis Wittring ist stark überwachsen und erfordert etwas erhöhte Aufmerksamkeit. Nach der Schleuse Nr. 22 befindet sich gleich in der grossen Kurve eine Anlegestelle mit Restaurant. Dieses ist recht preiswert und bietet regionale Küche.
Von dort bleiben noch 5 km bis Sarreguemines (Saargmünd), danach folgt die malerische Saar mit ihren schönen Weinbergen und den dazugehörigen Gasthöfen.

Küche und Keller
Die Küche ist  eher etwas deftig, vergleichbar mit derjenigen im benachbarten Saarland, doch ehrlich und Abwechslungsreich. In den Supermärkten werden sie wohl die grösste Auswahl an Würsten finden, welche Frankreich zu bieten hat.  Nicht zu vergessen die weltberühmte "Quiche Lorraine" und alles, was man aus Mirabellen herstellen kann, von der Torte bis zum gebrannten Wasser. Dazu empfehlen sich die Weine von der Mosel, der Saar und der Maas.