Frankreich » Canal du Centre | Kanäle in Frankreich

Das südlichste Stück der "Bourbonen-Route" von Paris nach Lyon.


Canal du Centre | Kanäle in Frankreich: Steckbrief & Übersicht

Gewässer-Bewertung

Länge des Wasserwegs: 112 km
Anzahl Schleusen: 61
Schleusendimensionen: 38.50 x 5.08
Max. Tiefgang: 1.80
Max. Durchfahrtshöhe: 3.50
Schwierigkeitsgrad: Für Anfänger (viele Schleusen)
Voraussetzungen: Für Mietboote führerscheinfrei
Gewässercharakter: keine Bewertung
Gewässerprofil: Berufsschifffahrt und Tourismus
Landseitige Infrastruktur: Genügend

Weitere Informationen


Gewässer hat Anschluss an:

Canal latéral à la Loire | Kanäle in Frankreich
Rivière Saône, de Auxonne à Lyon France | Flüsse in Frankreich

Beschreibung: Burgund, Die "Bourbonen-Route", von Paris nach Lyon, Teil 5, der Canal du Centre.
Vom Canal lateral à la Loire kommend überquert man die Loire im Aquädukt von Digoin und befindet sich danach im Canal du Centre. Dieser führt zuerst durch das Charolais, durchquert dann das Industrie- und ehemalige Bergbaugebiet  von Le Creusot und Montceau les Mines um danach ganz knapp südlich der grossen Weingebiete der Côte d'Or vorbei nach Chalon sur Saône (und damit auf die Saône) zu gelangen. Der Kanal führt mit vielen Kurven durch eine weitgehend unberührte Gegend, vom Kohlebergbau ist lediglich in Blanzy ein Museum übriggeblieben, Städte wie Paray le Monial, Chagny und Chalon bieten alles, was das Herz begehrt.

Boots-Tourismus
Digoin gehört mit seiner Kanalbrücke über die Loire sicher zu den interessanten Orten, auch die Stadt selbst ist recht hübsch. Als nächstes erwartet einem Paray le Monial, mit seiner "Basilisque du Sacre Coeur" eines der grössten Walfahrtsorte Frankreichs. Für uns gewöhnliche Touristen wurde sogar eine sehr schöne Anlegestelle gebaut. Danach fährt man mit vielen Kurven durch eine liebliche Gegend mit weidenden Rindern um schliesslich kurz vor Montceau noch etwas vom einstmals wichtigen Industriegebiet um die Stadt mit zu bekommen. Der Hafen von Montceau les Mines ist sehr gut ausgebaut und lädt zum Verweilen ein. Angesichts der dazu gehörenden Stadt wird man es beim Übernachten sein lassen. Das anschliessende, recht hübsche Städtchen Blanzy bietet dafür ein Bergbaumuseum, leider sind hier die Anlegemöglichkeiten beschränkt. Nach der Scheitelhaltung kommt ein Leckerbissen für Schleusenfreunde, die 7 Schleusen von Montchanin mit dem dazu gehörenden Kanalmuseum in einer alten Peniche. Danach geht es durch das Tal der Deune, an wessen Ende uns der Halt bei Remigny, dem Nachbardorf von Santenay, erwartet. Wir sind an der Grenze zu einem der bekanntesten Weingebiete der Welt angelangt. Nach einer nicht enden wollenden Rechtskurve landen wir im schön ausgebauten Hafen der alten Ziegeleistadt Chagny. Nur wird mehr geboten, als Ziegel. In unmittelbarer Nähe liegen so bekannte Weinorte wie Santenay, Puligny-Montrachet, Meursault, usw. Am Ende des Kanals erwartet uns Chalon an der Saône mit dem sehr gepflegten Tourismushafen. Chalon bietet dem Besucher derart viel, dass man hier gleich noch 2-3 Tage verweilen möchte.