Schwierigkeitsgrad:
Sehr abspruchsvoll
Voraussetzungen:
Boots-Führerschein vorgeschrieben
Gewässercharakter:
zurück zur Natur
Gewässerprofil:
Berufsschifffahrt und Tourismus
Landseitige Infrastruktur:
Ungenügend
Anleger, Marinas, Häfen, Infrastrukturen, Hausbootvermieter, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten.
Die Garonne
hat ihren Ursprung in den spanischen Pyrenäen, an der Grenze zu Frankreich. Daraufhin fliesst sie in einem grossen Bogen
nordöstlich bis Toulouse, wo sie sich dann dem Atlantik zuwendet. Ab Toulouse
wird sie vom Canal latéral à la Garonne begleitet, ab Castets en Dorthe übernimmt die Garonne die Verantwortung über die Schifffahrt selbst. Es kommt häufig vor,
dass der Fluss für die Frachtschifffahrt zu wenig Wasser führt. Für den
Tourismus reicht es jedoch meistens. Nach Bordeaux vereint sich die Garonne mit
der Dordogne und wird zur Gironde, ab dort unterliegt die Schifffahrt den maritimen
Vorschriften.
Beschreibung
Wie heisst sie so schön, die Gegend ab Castets en Dorthe: Sauternais, Graves, et Pays de Langon! Verlassen wir also Castets und sind schon nach zweistündiger Fahrt auf dem schönen Fluss, welcher hier allerdings einige Aufmerksamkeit erfordert, in Langon. Wir befinden uns mitten im Gebiet der grossen Sauternes und Graves, Weinliebhaber werden hier wohl nur mit Mühe weiterfahren. Cadillac (für einmal keine Limousine, sondern ein Dorf) lassen wir rechts liegen, in Podensac befindet sich ein Weinmuseum, welches mit dem Besuch eines Weinkellers kombiniert werden kann... Bier- und Wassertrinker vergnügen sich derweil in den schönen Wäldern der Gegend.
Auf unserer Weiterfahrt wird nun links das Sauterne vom Graves abgelöst, rechts kommen die Weinberge der Premières Côtes de Bordeaux ins Bild. Vorbei an den eher mickrigen Châteaux von Grimont und Fourney, nähern wir uns unaufhaltsam dem Ende unserer Reise, Bordeaux: Die Hauptstadt des Weins.
Die Gironde
Einige Kilometer unterhalb von Bordeaux vereinen sich Garonne und Dordogne sur Gironde. Diese ist ein maritimes Gewässer. Das Verweilen an den wenigen Anlege-Pontons ist eher etwas ungemütlich, erzeugen doch die hier verkehrenden Ozeanriesen einen starken Schwell.
Die Dordogne
Auch dieser Fluss ist bis weit ins Landesinnere Gezeitenabhängig. Ab Castillan-la-Bateille beruhigt sich die Lage, doch wird die Fahrt recht anspruchsvoll. In Ste-Foy-la-Grande endet der schiffbare Abschnitt des Flusses.
L'Isle
Die Kanalisierungsarbeiten an dieser einst für den Périgord sehr wichtigen Schifffahrtsverbindung begannen schon im 17. Jahrhundert. 1768 dann konnten die ersten Schiffe bis nach Périgueux fahren. Die 9 Kammerschleusen wurden allerdings schon im 18. Jahrhundert stillgelegt. Bald darauf wurde jedoch mit dem Bau neuer Schleusen begonnen und ab 1838 konnte der 110 km lange und mit 39 Schleusen versehene Abschnitt zwischen Périgueux und Coutras wieder befahren werden.
1956 wurde die Schifffahrt ein zweites Mal eingestellt, es blieben allerdings einige kurze Abschnitte schiffbar.
Die letzten 30 Kilometer bis zur Mündung in die Dordogne bei Libourne gilt als maritimer Wasserweg und ist schiffbar.
Küche & Keller
Was soll man angesichts der nicht
überschaubaren Auswahl an Weinen und den dazu gehörenden Rezepten schon sagen
als: Gehet hin, schauet und geniesset !
Zum Land
Links auf dieser Seite und in der Detailkarte dieses Gewässers.