Frankreich » Rivière Petit Rhône / Canal Arles - Port de Bouc, France | Wasserwege in Frankreich

Wasserwege mitten durch die noch weitgehend ursprüngliche Camarque.


Rivière Petit Rhône / Canal Arles - Port de Bouc, France | Wasserwege in Frankreich: Steckbrief & Übersicht

Gewässer-Bewertung

Max. Durchfahrtshöhe: 2.70
Schwierigkeitsgrad: Anspruchsvoll
Voraussetzungen: Für Mietboote führerscheinfrei
Gewässercharakter: zurück zur Natur, alter Wasserweg zum wieder entdecken
Gewässerprofil: Nur noch touristisch genutzt
Landseitige Infrastruktur: Ungenügend

Weitere Informationen

Aktueller Wassersrand Petit Rhône

Gewässer hat Anschluss an:

Canal du Rhône à Sète | Kanäle in Frankreich
Rivière Rhône | Flüsse in Frankreich
Mittelmeer

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Boots-Tourismus in Frankreich

Hausboot-Ferien in der Camargue:
Vorteil:
Eine einmalige Gelegenheit, die Camargue mit dem Boot zu erleben, Saintes Maries kann über ein kurzes Stück auf dem Mittelmeer angefahren werden.
Nachteil: Nicht voraussehbare Untiefen
Länge: 37 km; Schleusen: keine.

Die Petit Rhône zweigt bei Arles von der Rhône ab, durchfliesst ein prächtiges Stück der Camargue und mündet westlich der Stadt Les Saintes Maries ins Mittelmeer. Bis zur Schleuse von St. Gilles, wo sie Anschluss an den Canal Rhône à Sète hat, ist sie für die Grossschifffahrt ausgebaut, danach wird sie zu einem kleinen, romantischen Fluss, welcher im Idealfall noch für Boote bis zu 1 m Tiefgang befahrbar ist. Das Fährseil bei Sauvage lässt eine Durchfahrtshöhe von 2.70 m zu.

Der Canal Arles - Port de Bouc
zweigt bei der Schleuse am Südrand der prachtvollen Römerstadt Arles gegen Osten von der Rhône ab und führt in etwa paralell dazu quer durch die Camargue bis Port de Bouc, ab dort führt der Kanal nach Martique und zum Tunnel de Rove. Leider ist der Kanal nicht mehr durchgehend befahrbar, nach der alten "Van Gogh"- Brücke von Langlois ist die daneben erstellte, neue Brücke, nur noch für Kanus und Schlauchboote befahrbar,  dazu besteht kurz vor dem Zusammenfluss mit dem Canal du Rhône à Fos eine Sperre.

Der Kanal Marseille - Etang de Berre - Rhone mit dem berühmten Rove-Tunnel.
Zweck des Kanals war, die neuen Hafenanlagen im Westen von Marseille im Landesinneren mit dem Unterlauf der Rhone zu verbinden. Schon 1820 machte man sich Gedanken über diese Verbindung, 20 Jahre später lagen die ersten Projekte zur Untertunnelung des Massifs da la Nerthe vor.
1848 kam die Bahn den Kanalbauern mit ihrem Tunnel zuvor und das Projekt viel ins Wasser.
1879 wurde das Projekt von den "Ponts et Chaussées" wieder aufgenommen, am 24. Dezember 1906 wurde per Gesetz die Notwendigkeit des Kanals deklariert.
1911 begann man mit dem Tunnelbau. Bis zu Beginn des 1. Weltkrieges wurden 3500 Arbeiter aller erdenklichen Nationalitäten beschäftigt, während des Krieges dann waren es deutsche und belgische Kriegsgefangene.  Die Mitglieder des Chambre de Commerce durchfuhren am 23. Oktober 1926 als erste den Tunnel de Rove, eingeweiht wurde er am 25 April 1927.

Am 16. Juni 1963 entstand am südlichen Dorfrand von Gignac ein riesiger Krater: Die Tunneldecke darunter war eingestürzt... und nie wieder repariert.

Die Dimensionen des Tunnels:
Länge: 7'120 Meter, Breite des Kanals: 18 Meter, Breite der beidseitigen Trottoirs: 2 Meter, Höhe des Tunnels: 18 Meter!