Irland » Lough Erne Navigation

Ein grossartiges Revier!


Lough Erne Navigation: Steckbrief & Übersicht

Gewässer-Bewertung

Länge des Wasserwegs: 85 km
Anzahl Schleusen: 1
Schleusendimensionen: 33.50 x 6.00
Max. Tiefgang: 1.20
Max. Durchfahrtshöhe: 4.50
Schwierigkeitsgrad: Etwas Erfahrung von Vorteil
Voraussetzungen: Für Mietboote führerscheinfrei
Gewässercharakter: zurück zur Natur, Wasserweg in der Einsamkeit
Gewässerprofil: Nur noch touristisch genutzt
Landseitige Infrastruktur: Genügend

Weitere Informationen

Das Fünf-Tage-Wetter in der Region Lough Erne

Gewässer hat Anschluss an:

Shannon - Erne Waterway | Irland
Shannon Navigation - Lough Key & Lough Allen

Boots-Tourismus in Irland

Hausboot & Narrow-Boat - Ferien auf der Lough-Erne-Navigation

Unsere Partner:

Locaboat Holidays, Ballinamore

Andere Vermieter: Aghinver Boat Company, /Carrik Craft, Kinego Marina
Emerald Star, Belturbet / Lochsidecruisers, Enniskillen / Manor House Marina, Killadeas /

Die Lough-Erne-Navigation
Von Belturbet geht es nach Norden zuerst durch den oberen Lough Erne. Dieser lässt uns mit seinen unzähligen Inseln viele verschiedene Durchfahrtsmöglichkeiten. Der Fluss bringt uns nach Enniskillen wo die einzige Schleuse liegt. Sie ist normalerweise offen und nur in Betrieb, wenn die beiden Seen wegen der Stromerzeugung verschiedene Wasserstände aufweisen. Weiter geht es auf dem unteren Lough vorbei an Devenish Island, einem der bedeutendsten Kloster Irlands. Das Ende der Reise ist bei Belleek. Es gibt keine Verbindung zur Westküste.

Reisebericht

Text & Fotos von Constant Bafsides, unterwegs mit einer Penichette von Locaboat Holidays.

Der vollständige Artikel erschien in der Zeitschrift "wasserwege.eu", Ausgabe 2/2013


Crom Castle, Foto: Constant Pafsides
Montagmorgen, wir verlassen gutgelaunt, unter einem schon beinahe blauen Himmel, das Städtchen, es geht weiter in Richtung Erne. Gleich zu Beginn unserer heutigen Etappe haben wir die Schleusen No 2, Ballyconnell und No 1, Corraquill bewältigt. Die No 1 liegt auf der Grenze zwischen Irland und Uster. Hier fand denn am 23. Mai 1994 auch die offizielle Eröffnung des Wasserwegs statt. Ein gravierter Stein erinnert an dieses für die beiden „Länder“ wichtige Ereignis. Wir befinden uns nun also auf der Nordirischen Seite des Woodford Rivers, welches allerdings bald darauf in den Erne River mündet. Wir bleiben auf dem westlichen Arm des Erne und passieren den „Gad Tower“, ein Turm aus dem Mittelalter, welcher sich in der Mitte des Erne befindet und belegen am Ponton von Crom Castle. Wir beginnen den Besuch der Insel mit einer Besichtigung der kleinen Ausstellung von Crome Castel, wo es auch regionale Produkte zu kaufen gibt. Der Eintrittspreis für eine Familie beträgt € 8.50 für die ganze Tour (Tel: 028 6773 8118). Bevor wir jedoch die Tour durch den Schlosspark angehen, lassen wir uns einen herrlichen Coleslaw schmecken. Nach diesem einfachen Mal besichtigen wir das alte und neue Crom Castle. Nach dieser kleinen Entdeckungsreise geht unser Törn weiter Richtung Knockninny, dem Ende unserer heutigen Etappe. Beim Verlassen der Liegestelle Crom Castle erblicken wir über Backbord die Kirche Derryvore. Trana Island lassen wir ebenfalls links liegen und passieren die Brücke mit ihren 8 Pfeilern. Davor haben wir die Trannish und rechts liegen gelassen, danach fahren wir zwischen den Inseln Inishlugh, Aghinish und Edergole durch, dann taucht leicht links unser heutiges Etappenziel, Kockginny auf. Auch hier finden wir die üblichen Infrastrukturen vor. In der Nähe befindet sich auch das Knockninny Country House mit Marina, mit Hotel und Restaurant.


Die Steinfiguren auf "White Island". Foto: Constant Pafsides
Dienstag: Wir verlassen Knockninny mit Ziel Enniskillen. Wie schon gestern wählen wir den westlichen Seitenarm des Erne, welcher uns an der grossen Insel Inismore vorbeiführt, gleich danach folgt der grosse Viadukt. Nach dem Anleger Tully wechseln wir wir die Flussseite und folgen den Inseln Cleenisch und die Brücke von Cleenish, danach vereinen sich die zwei Arme des Erne wieder. In Enniskillen legen wir am Hafen „Round O“ an, welcher endlich auch mit einem Stromanschluss ausgestattet ist. Enniskillen (Gällisch: Inis Ceithlean) ist mit 13’00 Einwohnern die grösste Stadt in der Grafschaft Fermanagh in Ulster und befindet sich auf einer Insel. Hier befindet sich auch die Grenze zwischen dem Oberen- und Unteren Lough Erne. Samuel Beckett und Oscal Wilde haben sich hier aufgehalten und Studien betrieben. Die Stadt hat auch ein grosses kulturelles Erbe vorzuweisen: Castle Coole, das Theater Ardhoven, die Königliche Schule Portora, die anglikanische Kathedrale Saint-Macartin, der zentrale Platz „Diamond“, die Bürgermeisterei, usw..


Auf der Erne Navigation. Foto: Constant Pafsides.
Mittwoch: Nach dem ausgedehnten irischen Frühstück verlassen wir die Stadt und fahren auf dem Erne weiter zu Tal gegen Norden. Nachdem wir die Königliche Schule passiert haben, erreichen wir schnell die einzige Schleuse, welche die den Upper und Lower Lough Erne trennt. Ausnahmsweise ist diese gegenwärtig in Betrieb, da die vergangene Saison sehr trocken war. So mussten die 25 cm Niveau-Unterschied durch das Wehr von Enneiskillen ausgeglichen werden. Die Schleuse ist 7 Tage in der Woche bedient. Nach der Schleuse passieren wir die Insel Devinsh (Cälisch: Daimhinis, also die Rinderinsel), welche zu den schönsten Sehenswürdigkeiten von Ulster zählt. Auf ihr befinden sich ein Turm aus dem 12ten Jahrhundert und die Ruinen einer Abtei aus dem 6ten Jahrhundert. Die Insel bietet zwei Anlegemöglichkeiten: Devenish Ost und West. Nach Ardy Beg am östlichen Ufer des Sees wählen wir die östliche Route und erreichen nach 1 0,5 Std. Navigation White Island, welches über einen Ponton verfügt. Es ist von grösster Wichtigkeit, die Bojen auf der richtigen Seite zu passieren, ohne ihnen allerdings zu nahe zu kommen. Wir hatten zum Beispiel an der Boje 57F Bodenkontakt, weil wir zu nahe an der Boje fuhren. White Island ist eine kleine, paradiesische Ecke, sie liegt in der Bucht von Archdale, in der Nähe des östlichen Lower Lough Erne. . Die Insel wird von Rindern und einigen wenigen Hausboottouristen bevölkert. Auf der Insel befinden sich zudem die Ruinen einer Kirche, welche schon auf den Ruinen eines verschwundenen Klosters erbaut wurde. In der südlichen Kirchenmauer befinden sich acht Skulpturen (Sieben Zahlen und ein Kopf ). Die meisten Zahlen tragen lange Überwürfe wie Mönche. Wahrscheinlich wurden sie zwischen 800 und 1000 aus Stein gehauen und wurden bei der Konstruktion der Kirche gebraucht. Helen Hickey hat die Skulpturen als 2 Paare von Karytiden identifiziert.. Eine etwas volkstümlichere Version behauptet, die Zahlen zeigen eine Episode im Leben des Hl. Patrik, als er einen lokalen König geheilt habe. Diese Version ist stark mit der Kathedrale von Armagh in Nordirland verbunden. Mitte Nachmittag wenden wir und richten den Bug wieder gegen Enneskillen, wo wir die Nacht verbringen werden. Es ist ein starker Wind aufgekommen, die grauen, ja schwarzen Perioden, wechseln sich in immer kürzeren Intervallen mit den sonnigen ab. Wir werden hier im breiten Lower Lough Erne nun doch etwas durchgeschüttelt. Nachdem wir die imaginäre Grenze auf die sichere Seite wieder überschritten haben, beruhigt sich das Ganze schnell wieder. Man sollte diese Grenze zum breiten und offenen Lower Lough Erne mit Hausbooten und anderen ungenügend stark motorisierten Booten nach Möglichkeit nicht überschreiten! Zurück in Enniskillen legen wir an derselben Stelle an wie gestern und essen an Bord.
Der Donnerstagmorgen
empfängt uns wieder unter einem wunderschön blauen Himmel! Nachdem wir die „Alte“ und „Neue“ Brücke hinter uns gelassen haben, fahren wir dem Schloss der Königin von England entlang. Die Flagge war leider nicht gehisst, was für die Engländer bedeutet, dass die Königin also nicht anwesend ist. Wir fahren nun weiter zu Berg und können etliche prächtige Landhäuser bewundern, bevor sich der Fluss wieder trennt. Für den Rückweg nehmen wir den Ostarm des Erne und legen in Carrybridge zum Essen an. Nach dem Mittag wird es auch auf dem Upper Lough Erne etwas ungemütlich, es kommt starker Wind auf und der See wird etwas bewegt. Wir werden dafür mit einem Schauspiel zwischen grauen bis schwarzen Wolken, blauem Himmel und vielen wundervollen Regenbogen verwöhnt. Bald sind wir wieder auf dem Woodford River in Richtung Ballinamore, wo wir mitten in der Natur bei Aghlane bei der konfortablen Marina belegen. Hier wird sogar Strom geboten. Da hier weit und breit kein Pub zu finden ist, kochen wir das irische Nationalgericht an Bord!

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