Schwierigkeitsgrad:
keine Bewertung
Voraussetzungen:
keine Bewertung
Gewässercharakter:
mit urbanem Umfeld, alter Wasserweg zum wieder entdecken
Gewässerprofil:
Nicht durchgehend schiffbar
Landseitige Infrastruktur:
Genügend
Anleger, Marinas, Häfen, Infrastrukturen, Hausbootvermieter, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten.
Legende zur Detailkarte:
1. Elektizitätswerk Miorina mit Schleuse (ausser Betrieb)
2. EW Porto Torre (ohne Schleuse)
3. Schleuse Villoresi (ausser Betrieb)
4. 2-Kammer-Schleuse von Vizzola (ausser Betrieb)
5. Fussgängersteg mit 50 cm Durchfahrtshöhe und Anschlussschleuse zum Fluss Ticino (ausser Betrieb)
6. KW Tornavento (ausser Betrieb)
7. Turbigo: KW mit Schleuse (ausser Betrieb), Fussgängerbrücke mit 50 cm Durchfahrtshöhe, 600 m unterhalb des Kraftwerks liegt ein Stauwehr ohne Schleuse.
8. Querschwelle mit 1/2 Meter Gefälle, nur mit Schlauchbooten befahrbar.
Canale Ticino & Naviglio Grande
Schon früh stellten die Mailänder fest, dass eine rechte Stadt auch einen rechten Fluss braucht. Mit dem Fiume Lambro war das so eine Sache, entweder er brachte kaum Wasser oder dann gleich in zerstörerischen Mengen. Man beschloss also, den Ticino anzuzapfen, führte dieser seines grossen Ausgleichbecken, dem Lago Maggiore wegen, mehr und regelmässiger Wasser. Als er im Jahr 1272! eingeweit wurde, diente er gleichzeitig der Wasserzufuhr, dem Transport und der Kanalisation. (Dem ist leider heute noch so, leistet sich doch Mailand noch heute den Luxus, fast seine gesamten Abwasser duch den Po und die Adria reinigen zu lassen).
Es besteht heute ein ernst gemeintes Projekt, die Kanäle Ticino,
Naviglio Grande und Naviglio Pavese wieder schiffbar zu machen, was auch
für die Südschweizer von touristischem Interesse wäre, gelangte man
doch so wieder wie vor 200 Jahren von Locarno per Boot ins Mittelmeer!
Länge des Wasserweges: 95 Kilometer.
Vom Naviglio Grande an der Porta Ticinese in Mailand nach der Stadt Piave am Fluss Ticino, kurz vor seiner Mündung in den Fluss Po.
Der
Naviglio Pavese
Die beinahe schnurgerade Verbindung von der
Darsena bei der Porta Ticinese in Mailand hinunter nach Pavia. Von dort gelangt
man über die Verbindungsschleuse in den Fluss Ticino, welcher schon nach 10 km
in den Po mündet.
Schon 1584 begann man mit der Planung einer Verbindung
zwischen Mailand und dem Po, doch erst 1819 wurde die letzte Schleuse zum Po
durch "Seine Durchlaucht Fürst Rainer, Kaiserliche Hoheit, Erzherzog von
Österreich und Vizekönig von Lombardo-Venetien" eingeweiht.
Sollte dereinst das Projekt Ticino - Po tatsächlich
realisiert werden, wird wohl ein jeder diese 36 km des Naviglio Pavese so
schnell wie möglich hinter sich bringen, bewegt man sich doch hauptsächlich in
Industriegebieten und landwirtschaftlichen Monokulturen. Die Quartiere Navigli
in Mailand und die sehr schöne Stadt Pavia werden uns dafür entschädigen.
Die Länge des Kanals: 33,3 km / Schleusen: 12, davon 2 Doppelschleusen.
Naviglio Martesana
Der zuerst Naviglio Piccolo genannte
Wasserweg war schon um 1470 schiffbar, der endgültige Durchbruch kam allerdings
erst 1554 - 1564 mit dem Bau der Schleuse von San Marco. Damit war der Kanal an
den Naviglio Grande angeschlossen und die Barken konnten vom Ticino über den
Naviglio Grande, Naviglio Martesana und Fiume Adda zum Po fahren.
Der
Naviglio Martesana wurde vom Fluss Adda gespiesen und hatte genügend Strömung,
um nebenbei noch Mühlräder anzutreiben. Der Kanal wurde während seiner ganzen
450-jährigen Existenz immer wieder modernisiert. Noch im 19ten Jahrhundert
wurden die Schleusen auf das "französische" Mass (39 x 5 .10m) ausgebaut.
1970 viel die Verantwortung über den Kanal vom Staat an die Region Lombardei,
welche 1983 an das Consortio di Bonifica Est Ticino Villoresi weitergegeben
wurde.
In den 90er-Jahren wurde der Kanal deklassiert und im Gebiet zwischen
Mailander Hauptbahnhof und der Darsena an der Porte Ticinese überbaut. Grosse
Strecken des alten Treidelpfades dienen heute vielen Radfahreren als beliebtes
Ausflugsziel.
Länge des Kanals: 38 km / 3 Schleusen.
Der Naviglio Paderno an der Adda
Der Naviglio Paderno ist nur 2600 Meter lang und wohl der kürzeste und verrückteste Wasserweg Italiens.
Er stellte einst die Verbindung vom Städtchen Paderone zur bis hier bedingt schiffbaren Adda her.
Zum Land
Links auf dieser Seite und in der Detailkarte dieses Gewässers.