Italien » Naviglio Brenta / Canale Piovego / Brenta navigabile

Wasserwege im Westen der Laguna von Venedig: Naviglio Brenta / Canale Pioveco / Canale Batagglia / Brenta navigabile.


Naviglio Brenta / Canale Piovego / Brenta navigabile: Steckbrief & Übersicht

Gewässer-Bewertung

Schwierigkeitsgrad: Etwas Erfahrung von Vorteil
Voraussetzungen: keine Bewertung
Gewässercharakter: mit urbanem Umfeld, alter Wasserweg zum wieder entdecken
Gewässerprofil: Berufsschifffahrt und Tourismus
Landseitige Infrastruktur: Genügend

Weitere Informationen

Gewässer hat Anschluss an:

Laguna di Venezia
Mittelmeer

Boots-Tourismus in Italien

Yacht- und Hausboot-Ferien am Naviglio di Brenta

Unsere Partner:

Locaboat Holidays, Chioggia

Ander Vermieter: Le Boat, Casier & Porto Levante / Rendez-Vous-Italia, Chioggia

Der Naviglio Brenta
Von Venedig erreicht man Fusio im Süden von Mestre über den Canale di Fusia, ab dort gelangen wir auf den Naviglio. Dieser ist eine Mischung zwischen Fluss und Kanal. Es geht vorbei an den Ortschaften Moranzani, Malcontenta, Oriago, Mira, Dolo, Fiesso d'Artico und Stra' mit ihren Zug, Dreh- und Hebebrücken.

Dazu kommen 4 Schleusen, jede sieht etwas anders aus, doch die interessanteste ist jene von Stra', kommt sie doch sehr herrschaftlich daher. Womit sie wohl zum Naviglio passt, findet man an diesem Kanal doch alle paar Kilometer auf eine der  für diese Gegend berühmten Villen. Nur werden diese Häuser der Übersetzung (Villa = Villa) nicht gerecht, handelt es sich doch dabei mehrheitlich um palastartige Landsitze reicher Venezianer-Familien.
Nach 25.7 Kilometern Schleusen, Hehebrücken und Villen gelangen wir nach  Stra' zur  Brenta, durchqueren diese und befinden uns danach auf dem Canale Piovego nach Padua.

Canale Piovego
Der Kanal führt auf direktem Weg durch die Schleuse von Noventa über 10.5 Kilometer in das Zentrum der Universitätsstadt Padua. Die letzte Anlegestelle befindet sich an der historischen Stadtschleuse von Padua, welche schon seit Menschengedenken nirgendwo hinführt. (Sie ist trotzdem bemerkenswert!). Leider ist die Anlegestelle nicht überwacht, man tut also gut daran, das Boot zu verschliessen, auch sind die Ufer des Canals auf den letzten Kilometern vor der Stadt leider noch immer ein Zeugnis dafür, dass viele Italiener Fluss- Kanal- und andere Ufer grundsätzlich als Kehrrichtplätze wahrnehmen.

Schön wäre es jetzt, wir müssten nicht wieder nach Fusia zurück, und wir  könnten die Brenta hinunter nach Chioggia.
doch ist diese leider gleich Unterhalb der Querung mit dem Naviglio durch ein Kraftwerk gesperrt, was bedeutet, dass wir wieder die ganze Strecke bis Fusio zurück müssen. (Von ihrer Mündung südlich von Chioggia ist sie bis 300 m vor dem Zusammenfluss schiffbar!!)
Wieder zurück in Fusio fahren wir auf dem Canale Malamocco - Marhera de Porto di Malamocco entgegen. Ab dort bleiben wir auf dem Canale Pelestrina und laufen über den Canale di Camoran in Chioggia, dem grössten Fischerhafen Italiens ein.
Das Städtchen ist sehr malerisch und ursprünglich, etwas wie ein kleines, gemütliches Venedig mit viel weniger Touristen.
Im Süden Chioggias haben wir dann über die Schleuse "Conca grande di Chioggia" Anschluss zu den Flüssen Brenta und Bacchaglione. Von dort führt auch der Canale di Valle ins Po-Delta.

Die Brenta
Diese hat leider, mit Ausnahme der Marinas gleich an der Mündung in die Adria, keine Anlegestellen, ist jedoch im Unterlauf bis Codevico auf einigen Kilometern schiffbar. Obschon der Fluss hier weitgehend eingedämmt wurde, sind die Ufer wieder in einem natürlichen Zustand.

Canale Battaglia
Dieser alte, leider nur noch streckenweise schiffbare Kanal südlich von Padua wird durch den Fluss Bacchalione gespiessen und hat über den Kanal Navigando per Padova Anschluss an den Canale Pioveto / Naviglio Brenta und damit an die Lagune von Venedig.
Südlich von Battaglia Terme geht er in den Canale Bisato über, dieser hat Anschluss an den Canale Vigezone.
Die Kanäle dienten dem Transport landwirtschaftlicher Erzeugnisse und des ebenfals in der Gegend der Euganeischen Hügel abgebauten Trachyts (Einem für Kirchenausstattungen, Fassaden und Böden geeigneten vulkanischen Gesteins) .