Portugal » Barragem de Alqueva | Portugal

So etwas wie ein künstlicher Mittelmeer-Bergsee. Landschaftlich sehr eindrucksvoll.



Barragem de Alqueva | Portugal: Steckbrief & Übersicht

Gewässer-Bewertung

Schwierigkeitsgrad: Etwas Erfahrung von Vorteil
Voraussetzungen: keine Bewertung
Gewässercharakter: zurück zur Natur
Gewässerprofil: Nur noch touristisch genutzt
Landseitige Infrastruktur: Genügend

Weitere Informationen

Gewässer hat Anschluss an:


Die Marina von Amieira
Nachdem beschlossen war, die betroffene Bergregion hier im Alentejo dem Tourismus und damit verbunden auch dem Wassersport zugänglich zu machen, musste selbstverständlich eine Marina gebaut werden. Dies geschah dann in der Nähe des "ehemaligen" Bergdorfes Amieira.
Schon gleich zu Beginn war auch der französische Hausbootvermieter "Nicols" daran beteiligt.
Heute bietet die Marina nebst guten Infrastrukturen (Wasser, Strom, Slip, Fäkalienabsauganlage, usw.) auch eine modernes Restaurant mit Bar und Shop.

Aldeia da Luz
Das Dörfchen fiel dem Stausee zum Opfer und wurde deshalb etwas weiter am Berg wieder neu aufgebaut. Es wird auch hier oben seinem Namen gerecht und vermittelt viel Licht. Die weissen Häuser und grosszügigen Plätze sind eindrücklich, doch hinterlässt das Ganze leider noch etwas den Eindruck einer Retortensiedlung an einer beliebigen Mittelmeerküste Spaniens. Dies wird sich sicher noch ändern, da das Dorf ja richtig bewohnt wird. Man gelangt vom kleinen Anleger bei der ehemaligen Ortsverbindungsstrasse bequem in den Ort.

Monsaraz
Das Städtchen liegt etwas oberhalb des Flusses Guardiana. Dieser bildete früher die Grenze zu Spanien, heute ist er einer der "Wasserlieferanten" für den Stausee von Alquera.
Das prächtige mittelalterliche Städtchen wurde glücklicherweise knapp von den Wassermassen verschont. Der Skipper hat allerdings vom nächsten Aleger einen Fussmarsch von 2 Kilometern zu bewältigen. Dieser lohnt jedoch auf jeden Fall!

Tourismus
Bis zur Eröffnung des Staudammes wurde in der Gegend im Winter etwas Ski gefahren, im Sommer verirrten sich ab und zu ein paar Unentwegte hier hinauf in die karge Bergwelt. Und wurden fürstlich belohnt mit Natur, Ruhe, Weinbergen und wunderschönen, malerischen Dörfern und Städtchen.
Doch schon 2006 verzeichnete alleine der Staudamm 2 Mio Besucher.
Der Stausee wurde von der portugiesischen Regierung zum 5. nationalen Tourismusgebiet erklärt. Um Verhältnisse wie an der Algarve zu verhindern, wurde ein strikter Zonenplan erstellt, auch wurden grosse Teile des Sees wieder unter Naturschutz gestellt. Die Zukunft wird zeigen, ob die einstigen Bergdörfer zu Fischerdörfern werden oder in Souvenirläden umgewandelt werden.

Der Staudamm
1957 wurde mit der Planung dieses Grossprojekts begonnen und 1976 die ersten Bauarbeiten in Angriff genommen. Doch schon ein Jahr später kam es zum Baustop. Da die zu überflutende Gegend zum Teil im Naturschutzgebiet der Serra Estarel lag und auch die dort ansässigen Einwohner betraf, formierte sich ein starker Widerstand gegen das Projekt. 1995 wurden die Bauarbeiten dann wieder aufgenommen, 2002 die Schleusen der Staumauer geschlossen und 2004 nahm das Wasserkraftwerk seinen Dienst auf.