Schwierigkeitsgrad:
Anspruchsvoll
Voraussetzungen:
Boots-Führerschein vorgeschrieben
Gewässercharakter:
Wasserweg in der Einsamkeit, ein Abenteuer
Gewässerprofil:
Grossschifffahrts-Wasserstrasse
Landseitige Infrastruktur:
Ungenügend
Anleger, Marinas, Häfen, Infrastrukturen, Hausbootvermieter, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten.
Der Fluss Kama
ist mit seinen 1805 km Länge der grösste Nebenfluss der Wolga. Seine Wasser werden durch die Stauseen (Kamastausee, Wotkinsker Stausee, Nischnekamsker Stausee) intensiv zur Stromerzeugung genutzt, doch können alle Staustufen problemlos durch imposante Schleusen passiert werden. Vom Zusammenfluss mit der Wolge bis Perm herrscht reger Berufsverkehr mit Fracht- und Personenschiffen, danach fahren noch einige wenige Einheiten bis zur Industriestadt Beresniki, danach finden sich keine Anlegestellen mehr.
Die Bergwerk- und Industriestädte Solikamsk und Berezniki am Oberlauf werden heute von der Frachtschifffahrt nicht mehr angelaufen, doch
beweisen die zum Teil noch bestehenden Hafenanlagen, dass dies bis zum 2.
Weltkrieg noch der Fall war. Die Städte selbst sind in einem desolaten Zustand und
verzeichnen seit dem Zusammenbruch der
Sowjetunion eine starke Abwanderung.
Orjol
Diese alte Festungsstadt mit über 300’000 Einwohnern ist Hauptstadt der gleichnamigen Oblast und deren Verwaltungszentrum. Bis zur Industrialisierung durch die Sowjets
war die Gegend der wichtigste Getreidelieferant für die Moskauer.
Dobryanka
Eine kleine Stadt mit knapp 40‘000 Einwohnern nördlich
von Perm am Kama-Stausee.
Polazna
Eine ebenfalls am Kama-Stausee gelegene Sommerfrische für
die Leute aus der Grossstadt Perm.
Perm
Nach westeuropäischen Massstäben ist Perm eine recht
junge Stadt, wurde sie doch 1723, nach Kupfererzfunden in der Gegend,
gegründet. Nach der Zusammenlegen der Städte Perm und Molotow (Prost!) hiess
die Stadt bis 1957 Molotow, danach wieder Perm.
Zwischen 1980 und 2005 war sie die östlichste
Millionenstadt Europas, verlor diesen Titel infolge starker Abwanderung dann an
die Stadt Ufa, welche weiter südlich am Fluss Belaja liegt..Perm war seiner Rüstungsbetriebe wegen bis 1991 eine für Ausländer verbotene Stadt.
Sie verfügt über einen Handelshafen, wird aber auch von der Personenschifffahrt
angelaufen. Gleich nördlich der Stadt liegt der Staudamm mit Elektrizitätswerk
und einer Schleuse mit 6 Kammern mit den Dimensionen 30 x 250 m.
Krasnokamsk
Eine moderne Stadt mit etwas über 50‘000
Einwohnern. Als Anleger fungieren ein
paar morsche Dalben…
Ural’skiy
Umschlagplatz für die Holzindustrie, Anlegemöglichkeit.
Okhansk
Kleine Stadt mit 7500 Einwohnern mit sehr ländlichem Charakter
und den notwendigsten Infrastrukturen.
Osa
Die Stadt liegt am Wotkinsker Stausee in der Nähe der
Mündung des Flusses Tulwa und ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Bezirks.
Nachdem man um 1960 in der Gegend auf Öl gestossen ist, vergrösserte sich das
Städtchen etwas, es hat heute ca. 23‘000 Einwohner.
Chaykovsky
Die Stadt mit etwas über 82‘000 Einwohnern wurde erst im
Jahr 1955 anlässlich des Baus des Kawa-Stauwehrs mit den Wasserkraftwerk
erbaut. Der Damm wird mit einer Doppelkammerschleuse passiert, beide Kammern
haben die Masse 28.5 x 295 m. Die Stadt verfügt über einen ansehnlichen
Handelshafen, auch liegen hier zwei- drei Ausflugschiffe.
Sarapul
Die alte Stadt mit knapp 100‘000 Einwohnern verfügt über
einige sehr schöne Bauten aus dem vorletzten Jahrhundert. Der kleine Handelshafen
ist leider in keinem guten Zustand.
Nikolo-Berezovka
Die kleine Stadt hat einen kleinen Landungssteg für die
Personenschifffahrt.
Nabereschnyje Tschelny
1930 erhielt das Örtchen mit nicht einmal 10‘000 Einwohnern das
Stadtrecht. Was bis 1976 in etwa so blieb. Danach siedelte sich das
Industriekombinat KAMAZ (LKW, Dieselmotoren, Panzer) hier an und die
Bevölkerung nahm bis im Jahr 1989 auf ½ Mio. zu!
1982 tauften die Sowjets die Stadt in „Breschnew“ um, bald darauf war jedoch Breschnew nicht mehr Generalsekretär und man gab der Stadt ihren alten Namen zurück. Die Stadt verfügt über ausgedehnte Hafenanlagen.
Im Süden grenzt sie an den Nizhenkamkaya Staudam, welcher ebenfalls mit
einer Doppelkammerschleuse versehen ist. Die Dimensionen: 25.5 x 294 m
Chistopol
Die Stadt ist Zentrum einer Getreideanbau-Region und hat dazu etwas
Industrie (Nahrungsmittel, Uhren, Siemens) und eine Schiffswerft.