Tschechien » Moldau - Stauseen

Die Ausflugseen der Prager an der oberen Moldau.


Moldau - Stauseen: Steckbrief & Übersicht

Gewässer-Bewertung

Schwierigkeitsgrad:
keine Bewertung

Voraussetzungen:
keine Bewertung

Gewässercharakter:
zurück zur Natur

Gewässerprofil:
Nur noch touristisch genutzt

Landseitige Infrastruktur:
Gut



Werbung:


Moldau - Stauseen: Tipps & Detailinformationen

Anleger, Marinas, Häfen, Infrastrukturen, Hausbootvermieter, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten.

Fakten zu diesem Gewässer:



Moldau | Vltava




Von Prag nach Buweis, eine Entdeckungsfahrt durch die Moldaukaskaden.

Um es gleich vorweg zu nehmen, ganz geht es noch nicht. Trotzdem ist es erstaunlich, was die Tschechen hier schon geleistet haben!
Fährt man ab Prag auf der Moldau gegen den Süden, sind zuerst einmal die beiden Schleusen von Vrane undStechovice zu bewältigten. Doch dann ist es mit der Christlichen Flussschifffahrt erst einmal zu Ende, wir stehen vor dem futuristischen Slapy-Damm. Hier ist für grössere Schiffe erst einmal Endstation, kleinere Boote werden nach Anmeldung mit Traktor und Bootsanhänger nach Oben befördert.
Danach befinden wir uns auf dem Slapy-Stausee. An den Ufern tauchen immer wieder kleine Ortschaften, Ferien-siedlungen und Campingplätze auf. Nach ca. 45 km gelangen wir zum Kamyk-Damm mit seiner Schleuse (33 m x 6 m), kaum 10 Km weiter stehen wir schon vor dem Orlik-Damm. Hier werden wir mit einem kleinen Boot-Lift nach oben befördert.
Danach geht es auf dem eindrücklichen Orlik-See weiter. Vor der Festung Orlik legen wir an der kleinen Marina an, denn die Festung sollte unbedingt besichtigt werden.
Nächster Halt ist dann nach weiteren 10 Km die Burg Zvikov, welche früher weit über dem Tal bei der Einmündung des Flusses Otava in die Moldau lag. Heute kann man von der Burg schon beinahe in den See springen... Etwas weiter bergwärts auf dem Otava befindet sich ein Restaurant mit kleinem Anleger.

Zurück bei der Burg nehmen wir den östlichen Arm des See‘s, welcher jedoch schon bald endet, wir befinden uns endlich wieder auf der guten alten Moldau! Es wird nun etwas einsamer, bis zum Stauhaltung mit Schleuse (45 m x 6 m) Korensko begegnen wir kaum einer Menschenseele. Noch 3 Kilometer und wir erreichen die Klosterstadt Tyn, hier ist unsere Fahrt erst einmal zu Ende. Südlich der Stadt wird beim Wehr des Elektrizitätswerks eine neue Schleuse gebaut. Wer weiter will, muss einen Transport organisieren, wenn auch nur für ein paar Kilometer, denn beim Damm Hnevkovice wurde soeben die neue Schleuse eingeweit.
20 Km später folgen dann die fast neuen Schleusen von Hlubuka und Ceske Vrbné. 5 Km nach Ceske Vrbne laufen wir in Budweis ein.

Hier gibt es leider noch keine Marina, doch ist es möglich, unter Berücksichtigung des Fahrplans, an der Anlegestelle der Passagier-Schifffahrt zu belegen. Für längere Aufenthalte empfiehlt sich die neue Marina bei der Schleuse Ceske Vrbné.
Vorausgesetzt, die Verantwortlich halten den Zeitplan ein, sollte es möglich
sein, 2014 auf eigenem Kiel vom grossen Slapy-Damm bis zur alten Bierstadt Budweis zu gelangen!

Das mit dem projektierten Schrägaufzug à la „Arzviller“ wird wohl noch etwas auf sich warten lassen, hier fehlen ganz einfach die enormen Mittel.


In der Zeitschrift

Kanäle, Flüsse & Seen

Ausgabe 3/2011 finden Sie einen ausführlichen Artikel mit Detailkarten!