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Der Ukrainische Strom von der Hauptstadt ans Schwarze Meer.



Dnepr | Dnjepr | Ukraine: Steckbrief & Übersicht

Gewässer-Bewertung

Länge des Wasserwegs: 1677 km
Schwierigkeitsgrad: Sehr abspruchsvoll
Voraussetzungen: Boots-Führerschein vorgeschrieben
Gewässercharakter: keine Bewertung
Gewässerprofil: Grossschifffahrts-Wasserstrasse
Landseitige Infrastruktur: Genügend

Weitere Informationen

Gewässer hat Anschluss an:


Der Fluss Dnepr
Der drittlängste Fluss Europas, hat wie sein grösster Nebenfluss, die Desna, seine Quellen in den russischen Smolensker Höhen, etwa 200 km westlich von Moskau und kaum 100 km südlich der Wolgaquellen.
Er fliesst zuerst gegen Süden, wendet sich dann gegen Westen, fliesst an der Westrussischen Stadt Smolensk vorbei um dann, nach 70 Kilometern, nach Weissrussland zu gelangen. 
Gleich nach der Grenze wendet sich der Fluss wieder gegen Süden und durchquert so den Südosten Weissrusslands.
Ab der Mündung des Nebenflusses Sosch bei der Stadt Loyev wird der Dnepr zum Grenzfluss zwischen der Ukraine und Weissrussland, ca 100 km nördlich der Hauptstadt Kiew gelangt er dann ganz auf Ukrainischen Boden. Einige Kilometer weiter südlich mündet von rechts der Prypjat in den Dnepr, dieser stellt die Verbindung zum Dnjepr - Bug - Kanal her, welcher einst den Zugang zu den Polnischen Wasserstrassen herstellte. Diese Verbindung ist heute leider kurz vor der polnischen Grenze in Brest unterbrochen.

Der Fluss durchquert auf seinem Weg zum Schwarzen Meer das wichtigste Industriegebiet der Ukraine und ist mehrfach gestaut. Die einzelnen Staustufen sind mit Grossschleusen versehen. Schiffbar ist der Fluss über 1677 km. Das Gebiet am Oberlauf des Ukrainischen Dnepr gelangte 1986 durch die Katastrophe im Kernkraftwerk Tschernobyl (Tschornobyl) zu unrühmlicher Berühmtheit. Das Kernkraftwerk liegt einige Kilometer oberhalb der Mündung des Prypjat in den Dnepr, die Stadt Prypjat wurde durch die Katastrophe zur Geisterstadt und gehört noch heute zu den 10 Orten mit der grössten Luftverschmutzung weltweit.
In den letzten Jahren hat jedoch die Flusskreuzfahrt auf dem Fluss wieder Fuss gefasst und man kann die "modernen" Ruinen mit leisem Grauen von weitem erkennen.