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  Polen » Grosser Masurischer Kanal

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Der Grosse Masurische Kanal











































Der Kanal wurde 1776 das erste Mal dem Verkehr übergeben und führte über 50 km vom Mauersee (Rez. Mazurski) nach Allenburg (Druschba) wo er in die Alle (Fluss Lawa) mündete. Über diesen führte der Wasserweg dann zum Fluss Pregel (Pregol) nach Königsberg und in die Ostsee.


















1911 begannen die Böhmen mit dem Ausbau des Kanals, beim Ausbruch des 1. Weltkrieges, 3 Jahre später, wurde diese wieder eingestellt. Erst 1934 nahmen die Deutschen die Arbeiten am Kanal wieder auf, da die Anbindung an Königsberg strategisch immer wichtiger wurde. Schliesslich befand sich die Wolfsschanze, das Hauptquartier Hitlers in dieser Gegend. 1945, als die Russen einmarschierten, waren der Kanal und die Schleusen beinahe fertig gestellt. Bei ihrem Rückzug sprengte die Wehrmacht alle neu erstellten Brücken und die Russen trugen mit der Demontage aller hochmodernen hydraulischen Anlagen das ihre dazu bei, dass dieser in jeder Hinsicht moderne Kanal nie fertig gestellt wurde.

Was blieb sind die in technischer und architektonischer Hinsicht noch heute vorbildlichen Schleusen, welche zumindest auf polischem Gebiet noch zu bestaunen sind. Wie bei vielen Kanal- und Flussverbindungen im östlichen Europa wird auch hier immer wieder von der Möglichkeit einer Wiedereröffnung gesprochen. Diese hier würde wirklich Sinn machen, wenn man bedenkt, dass die Masurischen Seen vom frischen Haff damit in zwei Tagen erreichbar würden. Zusammen mit dem Ausbau des Pisas würde damit sogar eine neue Verbindung Warschau - Nordostpolen zu Kaliningrad (Königsberg) entstehen.

Was alles so lange ein Traum bleibt, als die Russen das Kaliningrader (Königsberger) Gebiet aus polit-strategischen Gründen weiterhin eisern unter Verschluss halten.