Revier- und Törnführer
Reiseführer
Deutschland » Main-Donau-Kanal
Zusätzliche Infos: Alle Anleger & Häfen mit Detailangaben zum Gewässer, Hausboot- & Yachtcharter.
Der Main-Donau-Kanal, Bayern
Für den Boots-Sportler vor allem als Verbindung zur Donau von Interesse.
Hausboote nicht zugelassen.
Bootsführerscheinpflichtig.
Der Rhein-Main-Donau-Kanal
Der jüngste Kanal in der Deutschen Geschichte der Wasserstrassen ist zugleich auch einer der ältesten. Die Verbindung zwischen Rhein und Donau spuckt schon seit Jahrhunderten in den Köpfen der Politiker herum, (damals hiessen diese noch Herrscher).
Der Karlsgraben (Fossa Carolina)
Als erster versuchte Karl der Grosse 793 den Main-Seitenfluss Rezat und den Donauableger Altmühl mit einem Kanal zu verbinden. Den Karlsgraben. Noch heute streitet man sich darüber, zu genau welchem Zweck der Kanal damals erbaut wurde, auch gehen die Meinungen über seine Benutzbarkeit auseinander. Die eine Seite behauptet, dieser sei in Betrieb gewesen, andere behaupten, der Kanal sei nie fertig gestellt worden. Wie dem auch sei, gegeben hat es ihn, die Reste sind bei Graben nahe Treuchtlingen noch zu besichtigen.
Der Ludwigskanal
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde wieder ernsthaft mit der Planung eines Kanals begonnen. Obwohl die erste Schleuse in Deutschland schon 1398 (am Stecknitz-Kanal) erstellt wurde und grosse Pionierleistungen wie der Canal du Midi auch schon über 200 Jahre zurücklagen, herrschte zu Beginn des 19. Jahrhunderts in ganz Europa grosse Kanalbau-Euphorie. 1825 wurde Heinrich Freiherr von Pechmann beauftragt, Pläne für eine neue Verbindung Main-Donau zu entwerfen. 1836 begannen die Arbeiten, 1840 war er beinahe fertig, der erste Kohlefrachter befuhr den Kanal 1843, 1845 folgten die ersten Treidelschiffe. Nach vielfältigen Problemen (Intrigen, Dammbrüchen, usw. wurde der Kanal dann endlich, nach 10 Jahren Bauzeit, 1846 eingeweiht.
In der Folge erging es auch diesem Kanal wie vielen anderen, er wurde von der Bahn abgeholt. Nachdem er zudem im 2. Weltkrieg beschädigt wurde, schloss man ihn 1950. Die m.E. beste Seite zu diesem Kanal stammt von Hans Gruener.
Der Main-Donau-Kanal
Nachdem der Ludwigskanal 1950 geschlossen wurde, fehlte eine schiffbare Verbindung zwischen Rhein-Main und Donau. Da mit dem Bau grosser Schifffahrtstrassen der Transport auf Binnengewässern wieder sinnvoll erschien, beschloss man, eine neue, moderne Verbindung zu schaffen. Schon 1960 wurde vorerst mit dem Bau des Teilstücks zwischen Bamberg/Main und Nürnberg begonnen, dieses wurde 1972 fertig gestellt, hatte jedoch noch keinen Zugang zur Donau. Der Bau des letzten Teilstücks zwischen Nürnberg und Kelheim war während den 70er und 80er Jahren politisch sehr umstritten, insbesondere der 34 km lange Abschnitt durch das Altmühltal. Die Kanalbauer konnten sich dann endlich mit den Ökologen einigen und beim Bau weitgehend auf Naturschutzbelange eingehen. So wurden von den 2.3 Milliarden Gesamtkosten beinahe
20 % in Umweltschutzprojekte investiert.
Der Tourismus
Die oben erwähnten Ausgaben für den Naturschutz führten dazu, dass der Kanal vor allem für Naturfreunde, Wanderer und Radfahrer zu einem beliebten Ausflugsziel wurde.
Für den Skipper sieht die Sache etwas weniger gut aus, gibt es doch ausserhalb der unter "Infrastrukturen" angegeben Anlegestellen keine Möglichkeit, unbemannt still zu liegen. Das Liegen in den Schleusenvorhäfen ist nur mit Genehmigung der Schleusenaufsicht gestattet.
Küche und Keller:
Ein Wort: Bayern. Sauerbraten, Semmelnknödel, Saure Nieren, Leberknödel, Kaiserschmarrn, Bayrisch Kraut, Weisswürste und Bier, soweit das Auge reicht! Dieses kann notfalls auch mit einem Klaren genossen werden.
Sie finden alle Bücher- Wasser-Karten und Revierführer zum Main-Donau-Kanal wie immer unter:
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