Deutschland » Berlin / Alle Wasserstrassen der Hauptstadt

Die Wasserstrassen der Hauptstadt: Berliner & Treptower Spree / Landwehrkanal / Dahme-Wasserstrasse Langer See / Teltow-Kanal & Britzer Verbindungskanal / Neuköllner Kanal, Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal


Berlin / Alle Wasserstrassen der Hauptstadt: Steckbrief & Übersicht

Gewässer-Bewertung

Länge des Wasserwegs: 240 km
Schwierigkeitsgrad: Anspruchsvoll
Voraussetzungen: Boots-Führerschein vorgeschrieben
Gewässercharakter: mit urbanem Umfeld
Gewässerprofil: Berufsschifffahrt und Tourismus
Landseitige Infrastruktur: Gut

Weitere Informationen

Gewässer hat Anschluss an:

Obere Havel-Wasserstrasse
Untere Havel-Wasserstrasse mit Elbe-Havel-Kanal und Havel-Kanal

Die Berliner Spree und Treptower Spree, von der Spandauer Schleuse bis Köpenick
Von der Havel kommend geniesst man den grosszügigen Fluss bis auf die Höhe des Charlottenburger Anlegers, danach wird es erst hektisch, nach dem neuen Hauptbahnhof bis zur Mühlendammschleuse dann infernalisch. Die gleich im Dutzend auftretenden Sightseeing-Schiffe sind mit voller Pulle unterwegs und kennen null Rücksichten auf den privaten Schiffsverkehr. Nach der Schleuse ist man dann (abgesehen von den überall präsenten Polizeibooten) wieder beinahe für sich alleine.

Die Dahme, von Köpenick bis Schmöckwitz
Am südlichen Ende des Langer See's trennt sich die Spree-Oder-Wasserstrasse wieder von der Dahme-Wasserstrasse, biegt noch kurz in den Seedinsee ein, um diesen schon nach 1 Km auf dem Oder-Spree-Kanal wieder zu verlassen.
Die Dahme-Wasserstrasse führt durch den Zeuthener See weiter nach Südosten.

Der Landwehrkanal
wurde zwischen 1845 und 1850 gebaut, um die Spree als Transportweg zu entlasten. Heute dient der Kanal nur noch dem Tourismus, da seine geringen Dimensionen keine Grossschifffahrt mehr zulassen. Zum Glück, ist man geneigt zu sagen, durchquert dieser gemütliche Kanal doch die Stadtteile Kreuzberg, Neukölln, Tiergarten und Charlottenburg im Herzen Berlins.

Der Teltow-Kanal mit Britzer Verbindungskanal

Kaiser Wilhelm II liess den Kanal 1900 bauen und entlastete damit die anderen Berliner Wasserwege.  Am Kanal befindet sich eine Schleuse mit 3 Kammern, von denen gegenwärtig nur zwei in Betrieb sind. Der quer durch den Süden Berlins führende Kanal besass ursprünglich eine elektrisch betriebene Treidelbahn, deren ehemaliges Trasse dient heute als Spazierweg.
Die grosse Überraschung für den Skipper ist allerdings, dass er auf über der Hälfte der Strecke eher den Eindruck hat, durch einen Wald zu fahren und nur ab und zu mit der Zivilisation konfrontiert wird.
Das letzte Kanalstück, von der Abzweigung Britzer Verbindungskanal bis zur Einmündung in die Dahme-Wasserstrasse, führt der Autobahn entlang durch Industrieanlagen und ist recht ungemütlich. Weniger Eiligen empfiehlt sich der kleine Umweg über den Britzer Verbindungskanal zur Spree und von dort zur Dahme.

Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal
Dieser führt von der Havel bei Spandau über die Binnenhäfen der Hauptstadt hinunter zur Berliner Spree zwischen dem neuen Hauptbahnhof und dem Regierungsviertel. Der Kanal ist für die Sportschifffahrt gesperrt.

Der Westhafen-Kanal
ist eine kurze Verbindung von der Spree bei Charlottenburg zum Berliner Westhafen.