Schwierigkeitsgrad:
Anspruchsvoll
Voraussetzungen:
Boots-Führerschein vorgeschrieben
Gewässercharakter:
alter Wasserweg zum wieder entdecken
Gewässerprofil:
Nur noch touristisch genutzt
Landseitige Infrastruktur:
Genügend
Anleger, Marinas, Häfen, Infrastrukturen, Hausbootvermieter, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten.
Yacht- und Hausboot-Ferien am Oberländer Kanal
Vistula Cruisers, Danzig, Watschau & Krakau
Eigentlich ist der Titel Kanal Elblaski oder Oberländer-Kanal (Oberländischer Kanal) ein Sammelbegriff für folgende Wasserstrassen (von Nord nach Süd):
Die Elblag
hat eine Länge von 15.5 km. Sie fliesst aus dem Jezorio (See) Druzna und mündet ins Zale Wislany (Frisches Haff). Sie durchquert auf ihrem kurzen Weg die Stadt Elblag, welche auch dem Kanal den Namen gegeben hat.
Am Jez. Druzna beginnt dann der eigentliche Kanal Elblaski mit
seinen weltberühmten schiefen Ebenen. Danach befindet man sich auf den Seen
Pinlewa, Sambröd und Ruda Wode, an dessen Südende die Ortschaft Milomlyn liegt.
Fährt
man hier gegen Süden weiter, befindet man sich wieder auf dem Kanal Ostroda - Elblag und gelangt durch 2 Schleusen zuerst in
den Jez. Drweckie und auf diesem zur Stadt Ostroda.
Ab
dort führt dann ein 16 km langer Kanal an den Szelag See und das Städtchen Stare
Jablonski.
Nach dem Städtchen Milomlyn zweigt dann auch der Kanal Ilawa nach Westen ab,
dieser hat Anschluss an das Seengebiet nördlich der Stadt Ilawa. Die
Distanz Milomlyn - Ilawa beträgt etwa 32 km, die Passagierschifffahrt
wird hier mit Tragflügelbooten aufrecht erhalten. Der Kanal hat keine
Schleusen.
Die "Schiefen Ebenen" oder ein genialer Schleusenersatz
Die
"Schiefen Ebenen" am Oberland-Kanal wurden im 19. Jahrhundert durch den
preussischen Baurat und Ingenieur Georg Sterke geplant und erbaut. Er überwand
mit dieser "Schiffseisenbahn" knapp 100 Meter Höhendifferenz. Das heisst, die
Schiffe werden auf Transportwagen, welche auf Schienen laufen, befördert.
Das
System ist demjenigen einiger alter Bergbahnen ähnlich. Der Antrieb erfolgt
mittels eines Schaufelrades, welches über ein Getriebe die Seiltrommel antreibt.
Mit diesem Seil, welches an beiden Enden über grosse Trommeln umgelenkt wird,
werden Wagen samt Schiff nach oben gezogen, resp. hinuntergelassen. Der zweite,
auf dem Nebengeleise fahrende Wagen dient als Gegengewicht.
Wer nicht mit dem eigenen Boot hin kann oder will hat die Möglichkeit, sich
der "Weissen Flotte" anzuvertrauen oder
ein Hausboot zu
mieten.
Zum Land
Links auf dieser Seite und in der Detailkarte dieses Gewässers.