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Die Litoranea Veneta von Caorle bis Marano mit dem Fiume Lemene, dem Canale Niccèsolo o Canalon, dem Canale dei Lovi, dem Fiume Tagliamento, dem Fiume Stella und den Canale in der Laguna di Marano.


Litoranea Veneta Caorle-Marano | Fiume / Lemene | Canale Nicessolo o Canalon | Canale dei Lovi | Fiume Tagliamento Canale Pertegada | Canale Cialisia & Fiume Stella: Steckbrief & Übersicht

Gewässer-Bewertung

Schwierigkeitsgrad: Etwas Erfahrung von Vorteil
Voraussetzungen: Für Mietboote führerscheinfrei
Gewässercharakter: zurück zur Natur
Gewässerprofil: Nur noch touristisch genutzt
Landseitige Infrastruktur: Gut

Weitere Informationen

Gewässer hat Anschluss an:

Litoranea Veneta Marano - Grado - Monfalcone | Fiume Aussa | Fiume Corno | Fiume Natissa | Fiume e Canale Isonzo | Fiume e Canale Thiel
Mittelmeer

Die Litoranea Veneta von Caorle bis Marano

Die Litoranea von Vendig bis Monfalcone, Teil zwei: Caorle-Laguna di Marano
Wir verlassen Grado durch die Drehbrücke (1) und befinden uns auf dem Canale Cavetta (5.2 km), nach einem kurzen Stück auf dem Canale Niccèsolo o Canalon (3.5 km) geht es weiter auf dem Canale del Morto (3.5 km). Hier befindet sich ein nettes Ristorante mit Anleger. Der Morto wird jedoch schon bald vom Canale Cavanella (3 km) abglöst, wo sich erneut ein Restaurant mit einem Mini-Hafen befindet. In der darauf  folgenden Bucht von Baseleghe findet man alles, was das Herz begehrt, feine Restaurants, Yachthäfen, Werkstätten und einen Campingplatz, sofern man Platz findet...

Danach geht es auf dem Litoranea (6.5 km) weiter bis zur Schleuse Concca di Bevazzana sinistra am Fiume Tagliamento, diese ist meistens geöffnet, danach fahren wir 1.3 km zu Berg und stehen vor der Schleuse Concca di Bevazzano destra. Nach dieser bedienten Schleuse mit der dazu gehörenden Drehbrücke befinden wir uns auf dem Canale Tagliamento (8 km), welcher uns in die Laguna von Marano führt. Achtung, die ersten 3 Kilometer in der Lagune sollte man nur bei Flut durchqueren, da hier der Wasserstand bei Ebbe auf unter 1/2 Meter sinken kann.
Vom Ende des Kanals, mitten in der Lagune, haben wir die Wahl, nach Aprilia Marittima mit seiner riesigen Marina, über den Canale Cialisia zum Flüsschen Stella oder über den Canale di Marano nach Marano zu gelangen. Versuchen Sie nicht, im Fischerhafen von Marano einen Platz zu finden, es steht Ihnen an der vorgelagerten Insel eine Marina zur Verfügung. über die Brücke ist man in 10 Minuten im Zentrum des sehr schmucken Städtchens.

Fiume Lemene, Canale Nicéssolo o Canalon & Canale Sindacale

Parco Lagunare di Caorle
Vom Porto S. Margherita  kommend, gelangen wir über den Canale Saett (Litoranea Veneta) bei Bocca Volta in den Canale Nicèssolo o Canalon und befinden uns inmitten des herrlichen Lagunenparks. Die Bezeichnung "Kanal" wird der Gegend in keiner Weise gerecht, handelt es sich doch eigentlich um eine grosse, von riesigen Schilfflächen überwachsene Lagune. Mit Ausnahme von ein paar Fischern (hier ist nur Angeln erlaubt), Kormoranen, Fischreihern und Möwen, sind wir alleine unterwegs. Ab und zu taucht  eine der schön restaurierten ehemaligen Fischerhütten auf, dann wieder öffnet sich einem ein kurzer Ausblick auf ein grosses Bauerngut.

Kurz bevor wir in den Canale Sindacale einfahren, werden wir von einer Gruppe Arbeiter der Wasserbehörde begrüsst. Auf unsere Klagen, dass es wegen der neuen Autobahnbrücke über den Sindacale kein Weiterkommen mehr gebe, ernten wir Gelächter. No Problemo! Wenn ihr nach Concordia wollt, könnt ihr ein paar Meter zurücksetzen und den gegen Westen abgehenden Canale Maranghetto nehmen, nach dem Haus bei der Eisenbahnbrücke geht es dann scharf rechts und so kommt ihr dann auf dem Flüsschen Lemene nach Concordia.

Und es stimmte tatsächlich, obschon das Flüsschen Lemene so schmal ist, dass wir vor jeden scharfen Biegung befürchteten, vor dem Aus zu stehen, an ein Wenden war nicht zu denken! Als wir Concordia Sagitare gegen Abend erreichen, sind der Ausguck und die Bootsführer dann doch etwas müde. Leider wird bei unserer Ankunft eben die Drehbrücke neu asphaltiert, wir haben daher keine Möglichkeit, die Schiffbarkeit bis zur mittelalterlichen Stadt Portogruaro zu prüfen. Für Boote mit maximal 60 cm Tiefgang sollte dies bei Flut möglich sein.

Canale dei Lovi

Der Canale dei Lovi
ist die nördliche Fortsetzung der Bucht von Baseleghe und eine schöne Alternative, wenn für den Canale Niccèsolo o Canalon und den Fiume Lemene nicht genügend Zeit zur Verfügung steht. Auch hier finden sie die ausgedehnten Schilffelder mit den dazu gehörenden Schilf-Hütten und am Ende erwartet Sie eine Pizzeria. Das Anlegen im Mini-Mini-Hafen kann allerdings zu Problemen führen. Der Canale dei Lovi hat eine Länge von 8 km.

Fiume Tagliamento & Canale Tagliamento.

Der Fluss Tagliamento
eignet sich wohl noch am ehesten für einen Tagesausflug, entweder von der Adria herkommend oder bei der Fahrt durch die Litoranea Veneta. Dies, weil der grosszügige Fluss, seiner berüchtigten Hochwasser wegen, mit sehr starken Dämmen "eingerahmt" ist. Die einzige Stelle im Unterlauf, welche einen angenehmen Strand und Liegeplatz bieten würde, ist leider militärisches Sperrgebiet. Von den Dörfern wie Pertegada, Cesarolo und San Michele sieht man leider nur die Kirchtürme und ein paar Dächer, auch hat es keine Anleger, da diese wohl weggeschwemmt würden. In Latisana legen wird dann trotzdem an. Am Fusse des etwa 10 Meter hohen Dammes finden wir mitten im Gebüsch zwei Stämmchen, die genügen sollten. Das schöne alte Städtchen belohnt uns dann  für die Mühe. Einige Tage später war hier das Wasser allerdings auf kaum mehr 30 cm zurückgegangen, was wohl erklärt, warum dieses recht grosse Städtchen keinen Anleger erstellt.

Der Canale Tagliamento
ist wieder Teil des Litoranea Veneta und führt uns von der Hochwasserschleuse Bevazzano destra in die Laguna di Marano. Gleich nach der meist offenen Schleuse erwartet uns eine moderne Drehbrücke. Die Brückenwärterin weist darauf hin, dass die Einfahrt in die Lagune nur bei höchstem Tidenstand befahrbar sei. Wie recht Sie hat! Wir halten uns beinahe auf die Minute an die Tabelle und trotzdem haben wir immer wieder das Gefühl, stecken zu bleiben. Nach einem guten Kilometer haben wir endlich wieder genügend Wasser unter dem Kiel und die Lagune erwartet uns.

Fiume Stella & Canale Cialisia

Der Fluss Stella,
das liebliche kleine gewässer mit dem romantischen Namen, im Nordwesten der Lagune von Marano, ladet zum Bade, zum Verweilen und zum Essen.
Ein Halt im Ristorante Stella ist wirklich zu empfehlen! Im hübschen Städtchen Precenico erwartet uns ein angenehmer Anleger. Leider hat er weder Wasser noch Strom zu bieten, sonst wäre er perfekt. 
Am Anleger befindet sich eine Bar und gleich dahinter ein kleines Speiserestaurant, eine Metzgerei mit erweitertem Angebot und eine Bäckerei.

Der Canale Cialisia
führt uns nach Südosten zur Litoranea Veneta in der Launa di Marano.